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Allgemeine Geschäftsbedingungen
Vertragsbedingungen für die Online- und Live-Schulungen der PST Visionary Advice LTD.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln alle Verträge, die zwischen der PST Visionary Advice LTD, Exegerseos, Blue Serenity Complex 18, 7560 Pervolia, Larnaka, Republic of Cyprus, Registration No. HE 459320 (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden über das Portal erfolg-durch-ki.eu geschlossen werden.
1.2 Gegenstand der Verträge sind kostenpflichtige Online-Schulungen (digitale Bildungs-Inhalte mit zeitlich befristetem Zugang) sowie Live-Schulungen (vor Ort oder als Online-Veranstaltung via Microsoft Teams).
1.3 Die Schulungen richten sich an Verbraucher (B2C) im Sinne der Verbraucherschutz-Gesetzgebung des Wohnsitzlandes des Kunden sowie an Unternehmer (B2B) im Sinne des § 14 BGB bzw. der entsprechenden zypriotischen Vorschriften. Verbraucher ist, wer den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Soweit nachstehend keine ausdrückliche Differenzierung erfolgt, gelten die Klauseln für beide Gruppen.
1.4 Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
1.5 Zwingende Vorschriften des Verbraucherschutzes des Wohnsitzlandes des Verbrauchers bleiben von diesen AGB unberührt. Soweit eine Klausel zu Ungunsten des Verbrauchers von einer solchen zwingenden Vorschrift abweicht, gilt sie als nicht vereinbart; der Vertrag bleibt im Übrigen wirksam.
2. Vertragsschluss
2.1 Die Darstellung der Schulungen und Pakete auf der Webseite stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).
2.2 Der Kunde gibt ein verbindliches Angebot ab, indem er den Bestellprozess durchläuft und im Stripe-Checkout die Zahlung autorisiert. Vor der Bestätigung erhält der Kunde eine Übersicht der gewählten Leistungen, des Endpreises inklusive Umsatzsteuer und der vorliegenden AGB sowie der Widerrufsbelehrung.
2.3 Der Anbieter nimmt das Angebot des Kunden bei Online-Schulungen durch die automatisierte Freischaltung des Zugangs und die Versendung einer Bestätigungs-E-Mail an. Mit dieser Bestätigung kommt der Vertrag zustande.
2.4 Bei Live-Schulungen erfolgt der Vertragsschluss in zwei Schritten: Der Kunde sendet zunächst eine unverbindliche Anfrage über das Anfrage-Formular. Der Anbieter prüft die Anfrage und bestätigt den Termin – ggf. nach telefonischer Abstimmung – ausdrücklich per E-Mail. Mit dieser ausdrücklichen Bestätigung kommt der Vertrag verbindlich zustande. Die Abrechnung erfolgt anschließend gegen Rechnung (siehe Abschnitt 8).
2.5 Der Vertragstext (Bestellzusammenfassung) wird dem Kunden per E-Mail übermittelt. Die jeweils geltenden AGB und die Widerrufsbelehrung kann der Kunde jederzeit unter /agb und /widerruf einsehen und herunterladen.
2.6 Die Vertragssprache ist Deutsch.
3. Leistungsumfang Online-Schulungen
3.1 Mit dem Kauf einer Online-Schulung erhält der Kunde für die Dauer von 12 Monaten ab dem Tag der Freischaltung Zugang zu den Inhalten des gewählten Pakets. Der Zugang erfolgt über den persönlichen Account des Kunden im Portal.
3.2 Die Inhalte werden bereitgestellt in Form von:
- Online-Videos und/oder interaktiven HTML-Slides zum Streaming im Browser,
- begleitenden Handouts und Arbeitsblättern (PDF) zum Download für den persönlichen Bildungsgebrauch.
3.3 Während der Laufzeit von 12 Monaten erhält der Kunde kostenfreie Inhalts-Updates für das gekaufte Paket. Updates sind ausschließlich inhaltliche Verbesserungen, Korrekturen, Aktualisierungen und Ergänzungen innerhalb der bereits erworbenen Schulungen. Ein Anspruch auf neue, eigenständige Schulungen, auf einen Newsletter oder auf sonstige darüber hinausgehende Leistungen besteht nicht.
3.4 Der Anbieter behält sich vor, einzelne Inhalte didaktisch neu zu strukturieren, zu kürzen, zu ersetzen oder durch gleichwertige Inhalte zu ersetzen, sofern dadurch der wesentliche Leistungsumfang erhalten bleibt. Wesentliche Änderungen, die die Hauptleistungspflichten betreffen, werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Verschlechtert sich dadurch die Nutzbarkeit der Inhalte erheblich, hat der Kunde das Recht, den Vertrag binnen 30 Tagen ab Mitteilung außerordentlich zu kündigen; in diesem Fall werden die anteilig auf die Restlaufzeit entfallenden Entgelte erstattet. § 327r BGB bleibt unberührt.
3.5 Voraussetzung für die Nutzung sind ein moderner Webbrowser, eine stabile Internetverbindung und ein vom Kunden eingerichteter Account. Der Anbieter schuldet keine Bereitstellung der Endgeräte oder der Internetverbindung des Kunden.
3.6 Eine durchgehende Verfügbarkeit von 100 Prozent kann technisch nicht garantiert werden. Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99 Prozent im Jahresmittel an, wobei geplante Wartungsfenster und Ausfälle außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (höhere Gewalt, Drittanbieter, Backbone-Störungen) ausgenommen sind.
4. Preise und Zahlung
4.1 Alle Preise verstehen sich in Euro inklusive der jeweils gesetzlich geltenden Umsatzsteuer. Die anwendbare Umsatzsteuer wird durch Stripe Tax automatisch auf Basis des Käuferstandorts und gegebenenfalls der hinterlegten Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ermittelt:
- Verbraucher in der EU: Umsatzsteuer des Wohnsitzlandes über die EU-OSS-Regelung.
- Verbraucher in Zypern: zypriotischer Regelsteuersatz.
- Unternehmer mit gültiger USt-IdNr (B2B): Reverse-Charge-Verfahren, der Kunde schuldet die Steuer im eigenen Land.
4.2 Aktuelle Pakete und Listenpreise (Online-Schulungen):
- Starter: 69 € inkl. USt
- Vollzugang: 199 € inkl. USt (Founder-Aktion: 169 € inkl. USt, befristet bis 15.06.2026)
- Unternehmen (Team-Lizenz): individuell auf Anfrage, Abrechnung per Rechnung
Preise für Live-Schulungen siehe Abschnitt 8. Maßgeblich ist der jeweils zum Zeitpunkt der Bestellung im Checkout angezeigte Preis.
4.3 Für Online-Schulungen erfolgt die Zahlung ausschließlich über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd., Dublin (Irland). Verfügbar sind je nach Land alle gängigen Kredit- und Debitkarten sowie SEPA-Lastschrift, ggf. weitere von Stripe angebotene Methoden. Für Live-Schulungen gilt abweichend Abschnitt 8.6: Abrechnung gegen Rechnung mit 14 Tagen Zahlungsziel, keine Stripe-Vorabzahlung.
4.4 Bei Online-Schulungen ist der Kaufpreis sofort mit Vertragsschluss zur Zahlung fällig; die Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer wird durch Stripe im Auftrag des Anbieters elektronisch erstellt und dem Kunden per E-Mail bereitgestellt. Bei Live-Schulungen stellt der Anbieter selbst eine Rechnung gemäß Abschnitt 8.6.
4.5 Im Fall einer Rückbuchung (Chargeback) oder einer nicht eingelösten SEPA-Lastschrift, die der Kunde zu vertreten hat, ist der Anbieter berechtigt, die ihm vom Zahlungsdienstleister tatsächlich in Rechnung gestellten Rücklastschrift-Entgelte sowie pauschal 5,90 € für den eigenen Bearbeitungsaufwand (Prüfung, Korrespondenz, Buchung) geltend zu machen. Dem Kunden bleibt der Nachweis offen, dass dem Anbieter ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist. Dem Anbieter bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
5. Zugangsdauer, Auslauf und Verlängerung
5.1 Der Zugang zu Online-Schulungen endet automatisch 12 Monate nach Freischaltung („Ablaufdatum"). Eine gesonderte Kündigung durch den Kunden ist nicht erforderlich.
5.2 Es handelt sich nicht um ein Abonnement. Es findet kein automatischer Lastschriftabruf zur Verlängerung statt; der Vertrag verlängert sich nicht stillschweigend.
5.3 Etwa 30 Tage vor Ablauf des Zugangs erhält der Kunde eine Erinnerungs-E-Mail mit einem freiwilligen Verlängerungsangebot, das einen Rabatt von 30 Prozent auf den dann gültigen Listenpreis vorsieht. Die Annahme dieses Angebots ist freiwillig; ohne Annahme läuft der Zugang am Ablaufdatum aus.
5.4 Nach Auslauf erlischt der Anspruch auf Streaming der Inhalte. Bereits heruntergeladene Handouts darf der Kunde im Rahmen des persönlichen Bildungsgebrauchs weiternutzen; die in Abschnitt 10 geregelten urheberrechtlichen Beschränkungen bleiben unberührt.
6. Widerrufsrecht für Verbraucher
Widerrufsbelehrung
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (PST Visionary Advice LTD, Exegerseos, Blue Serenity Complex 18, 7560 Pervolia, Larnaka, Cyprus, info@pst.cy) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das auf Wunsch zugesandte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
6.1 Das Widerrufsrecht steht ausschließlich Verbrauchern im Sinne von Abschnitt 1.3 zu.
6.2 Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten: Bei Verträgen über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten (Online-Schulungen) erlischt das Widerrufsrecht vor Ablauf der 14-Tage-Frist, wenn der Anbieter mit der Vertragsausführung begonnen hat, nachdem der Verbraucher
- ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und
- seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert.
Diese Zustimmung und Kenntnisbestätigung wird im Checkout über eine eigene Bestätigungs-Checkbox eingeholt; die Erklärung des Verbrauchers wird durch den Anbieter dauerhaft dokumentiert. Setzt der Verbraucher diese Checkbox nicht, bleibt das Widerrufsrecht in vollem Umfang bestehen; der Anbieter beginnt in diesem Fall mit der Vertragsausführung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist.
Der Anbieter bestätigt dem Verbraucher den Vertragsschluss einschließlich der vorstehenden Erklärungen unverzüglich per E-Mail auf einem dauerhaften Datenträger (§ 312f Abs. 3 BGB).
6.3 Für Live-Schulungen gilt das Widerrufsrecht unter den allgemeinen Voraussetzungen. Da Live-Schulungen ausschließlich auf Rechnung mit Zahlungsziel und ohne Vorab-Zahlung abgewickelt werden, ergeben sich keine Erstattungsfragen bei Widerruf vor Durchführung; im Übrigen richten sich die Stornierungsbedingungen nach Abschnitt 8.
6.4 Das Muster-Widerrufsformular ist unter /widerruf abrufbar.
7. Freiwillige Zufriedenheits-Garantie
7.1 Soweit das gesetzliche Widerrufsrecht nach Abschnitt 6.2 durch ausdrückliche Zustimmung des Verbrauchers zum sofortigen Beginn der Vertragsausführung erloschen ist, räumt der Anbieter dem Verbraucher darüber hinaus eine freiwillige 14-Tage-Rückgabe-Möglichkeit ein („Zufriedenheits-Garantie"). Damit erhält der Verbraucher die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ab Freischaltung ohne Angabe von Gründen rückabzuwickeln, auch wenn das gesetzliche Widerrufsrecht bereits erloschen wäre.
7.2 Die Garantie ist eine freiwillige Kulanzleistung und gewährt dem Kunden Rechte, die über das gesetzliche Widerrufsrecht hinausgehen können (etwa nach bereits erteilter Zustimmung zur sofortigen Vertragsausführung nach Abschnitt 6.2). Gesetzliche Gewährleistungs- und Verbraucherschutzrechte bleiben unberührt.
7.3 Die Garantie gilt nicht für bereits durchgeführte oder bereits begonnene Live-Schulungen (vor Ort oder online via Teams). Ist die Live-Schulung am Tag der Inanspruchnahme der Garantie bereits durchgeführt, ausgefallen oder unter den Stornoschwellen nach Abschnitt 8 storniert, ist die Garantie auf den anteiligen, noch nicht erbrachten Leistungsanteil beschränkt.
7.4 Die Garantie wird durch formlose E-Mail an die im Impressum genannte Adresse geltend gemacht. Die Rückerstattung erfolgt über den ursprünglich verwendeten Zahlungsweg.
7.5 Der Anbieter behält sich vor, die Garantie bei offensichtlichem Missbrauch (z. B. wiederholter Inanspruchnahme nach vollständigem Konsum der Inhalte und Download sämtlicher Handouts) zu verweigern oder zu beenden.
8. Live-Schulungen
8.1 Formate und Preise
- Vor-Ort-Schulung: 899 € je Schulungstag bis 5 Teilnehmer, zzgl. Anfahrtskosten und Spesen nach Aufwand sowie gegen Beleg. Mindest-Teilnehmerzahl: 3 Personen. Maximal-Teilnehmerzahl: 5 Personen.
- Teams-Online-Schulung: 699 € pauschal für 3 Stunden bis 5 Teilnehmer, inklusive 12 Monaten Zugang zum Vollzugang-Paket für alle teilnehmenden Personen.
Alle Preise verstehen sich inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer (siehe Abschnitt 4).
8.2 Anfrage und Bestätigung
Der Kunde sendet eine unverbindliche Anfrage über das Anfrage-Formular oder per E-Mail. Der Anbieter antwortet in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer Termin-Bestätigung, Terminalternativen und einem konkreten Angebot inklusive einer Anreise- und Spesenpauschale (siehe Abschnitt 8.5). Der Vertrag kommt erst mit der ausdrücklichen Termin-Bestätigung durch den Anbieter zustande.
Ist eine Bestätigung des Wunschtermins aus Kapazitäts- oder organisatorischen Gründen nicht möglich, schlägt der Anbieter mindestens zwei Alternativtermine vor. Akzeptiert der Kunde keinen der Alternativtermine, kommt kein Vertrag zustande; eine Zahlung ist bis zu diesem Zeitpunkt nicht angefallen.
8.3 Stornierung durch den Kunden
Nach Bestätigung des Termins gelten folgende Stornoschwellen, gerechnet vom Beginn der Schulung:
- Stornierung frühestens 14 Tage vor Beginn: kostenfrei, keine Stornogebühr.
- Stornierung von 14 bis 7 Tagen vor Beginn: 25 Prozent Stornogebühr.
- Stornierung von 7 Tagen bis 48 Stunden vor Beginn: 50 Prozent Stornogebühr.
- Stornierung innerhalb von 48 Stunden vor Beginn oder Nichterscheinen: 80 Prozent Stornogebühr (20 Prozent werden für nicht erbrachte Leistungen erlassen).
Bei Teams-Online-Schulungen reduzieren sich die Stornogebühren in den Stufen 2 und 3 um jeweils 50 Prozent, weil keine Anfahrts- und Übernachtungskosten anfallen.
Da Live-Schulungen ausschließlich gegen Rechnung mit 14 Tagen Zahlungsziel abgerechnet werden (siehe Abschnitt 8.6), erfolgt im Stornofall keine Rückerstattung, sondern eine Rechnungsstellung über die jeweilige Stornogebühr. Die Stornogebühr ist als pauschalierter Aufwendungs- und Schadensersatz konzipiert.
Bereits angefallene und nicht stornierbare Anfahrts- und Spesenkosten (insbesondere Flug-, Bahn- oder Hotelbuchungen) trägt der Kunde unabhängig vom Stornozeitpunkt in tatsächlicher Höhe gegen Beleg.
Dem Kunden bleibt der Nachweis offen, dass dem Anbieter ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.
8.4 Absage durch den Anbieter
Der Anbieter ist berechtigt, eine Live-Schulung aus wichtigem Grund (insbesondere Krankheit des Trainers, höhere Gewalt, Unterschreiten der Mindest-Teilnehmerzahl bei Vor-Ort-Schulungen, behördliche Anordnungen) abzusagen oder zu verlegen. In diesem Fall wird ein Alternativtermin einvernehmlich abgestimmt; alternativ entfällt der Vergütungsanspruch des Anbieters für die abgesagte Schulung anteilig. Bereits angefallene Anreise- und Spesenkosten des Anbieters werden in diesem Fall nicht in Rechnung gestellt. Weitergehende Ansprüche des Kunden (z. B. auf entgangenen Gewinn oder vergebliche Aufwendungen) sind ausgeschlossen, sofern dem Anbieter nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen; Haftung für Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt.
8.5 Reisekosten und Spesen (Variante C – Hybrid)
Vor-Ort-Schulungen:
- Die Anreise wird mit 0,40 € pro gefahrenem Kilometer ab Geschäftssitz Heiligenhaus pauschal abgerechnet (Hin- und Rückfahrt).
- Bei einer einfachen Strecke über 250 km oder bei mehrtägigen Schulungen werden zusätzlich abgerechnet: Übernachtung im 3-Sterne-Standard bis 120 € pro Nacht, Verpflegungspauschale 28 € pro vollem Reisetag sowie sonstige Spesen (Parken, Taxi, ÖPNV) nach Beleg.
- Die konkrete Anreise- und Spesenpauschale wird mit der Terminbestätigung schriftlich vereinbart und ist Bestandteil des Angebots.
Teams-Online-Schulungen: Es fallen keine Reisekosten an; das Honorar enthält bereits den 12-monatigen Zugang zum Vollzugang-Paket.
8.6 Zahlungsweise
Live-Schulungen werden ausschließlich auf Rechnung mit 14 Tagen Zahlungsziel abgerechnet. Eine Vorab-Zahlung über Stripe ist nicht vorgesehen. Die Rechnung wird – nach Wahl des Anbieters und je nach Absprache mit dem Kunden – entweder nach Terminbestätigung oder nach Durchführung der Schulung gestellt. Die Höhe der Rechnung umfasst das Honorar zuzüglich der nach Abschnitt 8.5 vereinbarten Anreise- und Spesenpauschale.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie angemessene Mahnkosten geltend zu machen.
9. Pflichten des Nutzers
9.1 Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (E-Mail-Adresse, Passwort und ggf. 2FA-Codes) geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Anbieter setzt Watermarks in den Schulungs-Inhalten ein (siehe Datenschutzerklärung Abschnitt 2.4).
9.2 Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte ist nicht gestattet. Bei einer betrieblichen Nutzung im B2B-Kontext gilt jeder Account als Einzelplatz-Lizenz; Mehrplatz-Lizenzen bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.
9.3 Untersagt sind insbesondere:
- das systematische, automatisierte oder massenhafte Herunterladen, Auslesen oder Spiegeln der Schulungs-Inhalte (Scraping, Crawler, Headless-Browser, Mirror);
- das Reverse-Engineering, Dekompilieren oder Umgehen technischer Schutzmaßnahmen, einschließlich der eingespielten Watermarks;
- das Veröffentlichen, Weitergeben, öffentliche Zugänglichmachen oder kommerzielle Verwerten der Schulungs-Inhalte gegenüber Dritten ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Anbieters.
9.4 Bei einem schwerwiegenden oder wiederholten Verstoß gegen die Pflichten aus diesem Abschnitt ist der Anbieter berechtigt, nach vorheriger Abmahnung den Account des Kunden zu sperren und den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall nicht erstattet. Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben unberührt.
10. Urheberrecht und Nutzungsrechte
10.1 Sämtliche im Rahmen der Schulungen bereitgestellten Inhalte (Videos, Slides, HTML-Seiten, Handouts, Arbeitsblätter, Grafiken, Code-Beispiele, Texte) sind urheberrechtlich geschützt und stehen im Eigentum des Anbieters oder seiner Lizenzgeber.
10.2 Der Kunde erhält ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an den Inhalten, beschränkt auf den eigenen, persönlichen oder innerbetrieblichen Bildungsgebrauch. Eine darüber hinausgehende Verwertung (insbesondere öffentliche Wiedergabe, Vervielfältigung in nennenswerter Stückzahl, Bearbeitung, Übersetzung, Einbettung in eigene kommerzielle Produkte) bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
10.3 Code-Snippets und Prompt-Vorlagen, die ausdrücklich als „freie Nutzung" oder unter einer Open-Source-Lizenz gekennzeichnet sind, dürfen entsprechend der dort genannten Lizenzbedingungen verwendet werden.
11. Haftung und Gewährleistung
11.1 Die Schulungs-Inhalte dienen der allgemeinen Bildung und Information. Sie ersetzen keine individuelle Beratung durch qualifizierte Fachleute.
11.2 Insbesondere ersetzt das Modul „KI rechtssicher" sowie alle weiteren rechtsbezogenen Inhalte keine anwaltliche Beratung. Sie geben den allgemeinen rechtlichen Rahmen wieder, wie er nach bestem Wissen und nach dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung dargestellt werden kann. Eine Anwendung auf den konkreten Einzelfall ist Sache des Kunden und gegebenenfalls eines beauftragten Rechtsanwalts.
11.3 Aussagen zu Datenschutz (DSGVO), zum EU AI Act und zu vergleichbaren Regelungen sind Allgemeininformationen. Eine Haftung für Vollständigkeit, Aktualität und Anwendbarkeit auf konkrete Fallgestaltungen wird – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
11.4 Der Anbieter übernimmt keinerlei Garantie für wirtschaftliche oder unternehmerische Erfolge, die der Kunde durch die Anwendung der in den Schulungen vermittelten Techniken erzielen oder nicht erzielen mag.
11.5 Im Übrigen haftet der Anbieter unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder eines seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters beruhen.
11.6 Für leicht fahrlässig verursachte Schäden haftet der Anbieter nur, soweit er eine Pflicht verletzt hat, deren Erfüllung den ordnungsgemäßen Vollzug des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf (sogenannte Kardinalpflicht). Die Haftung ist in diesem Fall der Höhe nach auf solche Schäden begrenzt, die typischerweise mit der Inanspruchnahme einer Online- oder Live-Schulung in der vertragsgegenständlichen Preiskategorie verbunden und für den Anbieter bei Vertragsschluss konkret vorhersehbar sind. Pro Vertrag ist die Haftung auf einen Höchstbetrag von 10.000 € beschränkt.
11.7 Eine weitergehende Haftung – insbesondere für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverluste – ist ausgeschlossen, soweit zwingende gesetzliche Vorschriften (insbesondere des Verbraucherschutzes und des Produkthaftungsgesetzes) nicht entgegenstehen.
11.8 Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte für digitale Inhalte und Dienstleistungen nach den jeweils anwendbaren Verbraucherschutzgesetzen (z. B. §§ 327 ff. BGB für deutsche Verbraucher, vergleichbare Vorschriften in Zypern und den übrigen EU-Mitgliedstaaten) bleiben unberührt.
12. B2B-Sonderregelungen
12.1 Für Käufe durch Unternehmer im Sinne von Abschnitt 1.3, die im Bestellprozess eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben, gilt das Reverse-Charge-Verfahren; die Rechnungsstellung erfolgt über Stripe Tax entsprechend. Der Kunde ist verpflichtet, die Anwendbarkeit des Reverse-Charge-Verfahrens in seinem Land eigenverantwortlich zu prüfen.
12.2 Unternehmern steht kein Verbraucher-Widerrufsrecht nach Abschnitt 6 zu. Die freiwillige Geld-zurück-Garantie nach Abschnitt 7 wird auch für B2B-Käufer in gleicher Form gewährt.
12.3 Die Haftung gegenüber Unternehmern ist – soweit gesetzlich zulässig – auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Für Kardinalpflichten gilt § 11.6 entsprechend; der dort genannte Höchstbetrag von 10.000 € pro Vertrag gilt auch im Verhältnis zu Unternehmern und stellt zugleich die Obergrenze pro Schadensfall dar. Zusätzlich ist die Gesamthaftung des Anbieters gegenüber Unternehmern aus allen Schadensfällen eines Vertragsjahres auf maximal 20.000 € pro Vertragsjahr begrenzt. Diese Höchstbeträge entfallen bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit (§ 11.5 bleibt unberührt).
12.4 Im B2B-Verhältnis gilt zypriotisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG); ausschließlicher Gerichtsstand ist Larnaka, Cyprus.
13. Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich ausschließlich nach unserer Datenschutzerklärung. Dort finden sich auch Informationen zur Auftragsverarbeitung durch Stripe, zur Watermark-Technik und zu den Betroffenenrechten nach Art. 15 ff. DSGVO.
14. KI-Kompetenz und Anwendbarkeit des AI Acts
14.1 Die Inhalte der angebotenen Schulungen sind so ausgestaltet, dass sie zur Erfüllung der Pflicht zur Förderung der KI-Kompetenz nach Art. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 (AI Act) bei Anbietern und Betreibern von KI-Systemen beitragen können. Der Anbieter gibt jedoch keine Gewähr dafür, dass das Schulungsangebot die individuellen rechtlichen Pflichten eines konkreten Unternehmens vollständig erfüllt; dies ist Sache des jeweiligen Unternehmens und der internen Kompetenzbewertung.
14.2 Trainer und Inhaltsverantwortliche werden regelmäßig auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Vorgaben des AI Acts und seiner Durchführungsbestimmungen fortgebildet.
15. Anwendbares Recht, Gerichtsstand und Streitbeilegung
15.1 Für sämtliche Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden gilt zypriotisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, unberührt.
15.2 Gerichtsstand:
(1) Für Verbraucher mit Wohnsitz in der EU gilt: Verbraucher können den Anbieter wahlweise an ihrem eigenen Wohnsitz oder am Sitz des Anbieters in Larnaka, Zypern, verklagen. Der Anbieter kann Verbraucher ausschließlich an deren Wohnsitz verklagen (Art. 18 Brüssel-Ia-VO).
(2) Für Unternehmer, juristische Personen des öffentlichen Rechts und Kunden außerhalb der EU ist ausschließlicher Gerichtsstand Larnaka, Zypern.
15.3 Verbraucherstreitbeilegung (VSBG): Die von der Europäischen Kommission betriebene Online-Streitbeilegungs-Plattform (ODR) wurde zum 20. Juli 2025 abgeschaltet; ein entsprechender Hinweis ist seitdem nicht mehr verpflichtend. Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
16. Schlussbestimmungen
16.1 Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen davon nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung wird einvernehmlich durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt; bei Verbraucherverträgen tritt an die Stelle einer unwirksamen Klausel die einschlägige gesetzliche Regelung.
16.2 Änderungen der AGB:
(1) Eine einseitige Änderung dieser AGB durch den Anbieter ist nicht vorgesehen. Wesentliche Vertragsänderungen erfolgen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden.
(2) Abweichend davon ist der Anbieter berechtigt, diese AGB anzupassen, soweit dies zur Umsetzung zwingender gesetzlicher Änderungen oder höchstrichterlicher Rechtsprechung erforderlich ist, die die Wirksamkeit einer Klausel betreffen. Solche Anpassungen sind auf den durch die gesetzliche Änderung gebotenen Umfang begrenzt und dürfen das vertragliche Äquivalenzverhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zu Lasten des Kunden verschieben.
(3) Der Anbieter informiert den Kunden über solche Anpassungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform. Eine stillschweigende Zustimmung durch Schweigen tritt nicht ein. Soweit der Kunde der Anpassung nicht ausdrücklich zustimmt, kann er den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen; bereits gezahlte, anteilig auf die Restlaufzeit entfallende Entgelte werden in diesem Fall erstattet. Im Übrigen besteht der Vertrag mit dem bisherigen Inhalt fort.
16.3 Textform: Alle Erklärungen, die den Vertrag betreffen, bedürfen mindestens der Textform (z. B. E-Mail). Nebenabreden sind in Textform niederzulegen, um Beweiszwecken zu dienen.
16.4 Aufrechnung und Zurückbehaltung (B2B): Gegenüber Unternehmern ist eine Aufrechnung mit Gegenforderungen nur zulässig, soweit diese unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Unternehmer nur zu, soweit die Gegenforderung auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
Stand: 2026-05-23 · Es gilt jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung. Änderungen werden hier veröffentlicht.
